Mittwoch, 19. Juni 2013

GUNDELREBE - GUNDERMANN



Jede Gartenbesitzerin kennt den Gundermann, die Gundelrebe. Sie wächst wie Efeu, treibt viele kleine Ausläufer und bildet an dem Standort, an dem sie sich wohlfühlt, ganze Teppiche. 
Man findet sie gerne an schattigen, feuchten Stellen, unter Hecken, an Gebüschen. Sie ist nicht ganz so lästig wie der Giersch und findet ihren Einsatz in der Wildkräuterküche als „wildes Gewürz“. Denn ihre Blätter riechen beim Zerreiben aromatisch würzig und ihr Geschmack ist harzig bis leicht bitter.  

in der küche..


Der Gundermann wurde früher als Gewürz in die Kartoffelsuppe verwendet. Seine Blüten enthalten Nektar und schmecken süßlich. Wegen seines kräftigen Geschmacks als Würze zu Salat, Wildkräutersuppen und Kartoffelgerichten. Auch unter Quark gemischt eignet er sich als würziger Brotaufstrich. Als Würze ist er im türkischen Ayran, ein erfrischendes Getränk aus Joghurt, Salz und Wasser, eine ganz besondere Delikatesse. Ganz ausgefallen ist auch ein Gundermann-Parfait.

facts..



Der Gundermann (lat. Glechoma hederacea, Familie der Lippenblütler) wird auch „Gundelrebe“ genannt. Sein ganz alter Name: „Gundram“ leitet sich wahrscheinlich vom gotischen Gund, auch Eiter, ab . Die Pflanze wurde in der Volksheilkunde zur Heilung von Wunden eingesetzt. Eine ganz alte Legende berichtet: „Wenn man am Walpurgistag einen Kranz aus Gundram aufsetzte, erkannte man alle Hexen“.  

Die Pflanze enthält Bitterstoffe, so dass sie - noch vor dem Hopfen - früher zum Bierbrauen verwendet wurde. Außerdem enthält sie viel Vitamin C. So können mit ihren frischen Blättchen Salate oder Salatsaucen nicht nur gewürzt, sondern auch mit einen kräftigen Vitaminstoß versetzt werden. 

Der Gundermann kann das ganze Jahr über geerntet werden. Vor allem im Garten, wo er regelmäßig abgemäht wird.  








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen