Sonntag, 4. September 2016

MINESTRONE mit Gartengemüse und Zitronenbasilikum



Was tun mit all dem Gemüse aus dem Garten?

Es ist Ende August, Spätsommer. Erntezeit für Tomaten, Gelbe Rüben, Zucchini, Wirsing und erste mehlige Kartoffeln. Und natürlich mal wieder viel zu viel für einen kleinen Haushalt - also wird Minestrone daraus gemacht. Zum Essen und zum Einfrieren.

Am liebsten koche ich Minestrone nach der "Klassischen Italienischen Küche" von Marcella Hazan. Gemüsesuppe nach Art der Romagna, abgewandelt mit dem Gemüse, das unser Garten gerade hergibt. Und nach der eigenen Erfahrung. Der Trick in der Suppe ist ein Stück alter Parmesanrinde, die gibt der Suppe, da sie langsam beim Köcheln schmilzt - im wahrsten Sinne des Wortes: Schmelz.

Und unser Garten gab noch einiges an verschiedenen Basilikum Arten her. Der Zitronenbasilikum etwas Minze und noch ein Klacks Créme fraîche gaben der Minestrone noch einen Kick Säure.


Rezept
für 6 bis 8 Portionen


circa Angaben, die Zutaten können mengenmässig abgewandelt werden,  je nachdem, was der Garten hergibt

335 g Wirsing
2 kleine und 1 große Rote Zwiebeln
2 große Gelbe Rüben (350g) oder Möhren
430 g Zucchini
Selleriegrün (oder Staudensellerie)
290g Kartoffeln (mehlig kochend)
240 g Tomaten aus der Dose
400 g Cannelini Bohnen aus der Dose
3 kleine Gartengurken
3 Maiskolben (geschält)
1 1/2 Liter Gemüsebrühe

zum Würzen und Verfeinern

1 Stück Parmesanrinde
1 Stück getrocknete Salsicce (das Endstück)
Meersalz, Pfeffer

ca. 8 EL Olivenöl und 45 g Butter zum Andünsten

Zitronenbasilikum und verschiedene andere Basilikumsorten aus dem Garten (die Hälfte kommt zum Schluss in die Suppe, die andere Hälfte gehackt vor dem Servieren mit der Créme fraîche auf die Minestrone)

Die Zutaten kommen nicht alle auf einmal in den Topf, deshalb können sie auch während des Zubereitungsvorgangs nach und nach geschnitten und gewürfelt werden. Da sie einen unterschiedlichen Garvorgang haben, sollte die Reihenfolge beachtet werden.

Man nehme einen großen Suppentopf. Den Herd auf mittlere Hitze stellen.

Zunächst die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden und im Topf im Olivenöl und der Butter anschwitzen bis sie zusammenfallen und hellgelb werden.

Die Gelbe Rüben, die Zucchini und die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und zu den angeschwitzten Zwiebeln geben. Gegebenenfalls etwas Olivenöl nachgeben, da die Gemüse sehr viel Öl aufsaugen und nicht zu stark anbraten sollen. Alles unter Umrühren etwa 3-5 Minuten andünsten bis es leicht bräunlich ist.

Den Kohl in feine Streifen schneiden, die Sellerieblättchen und Stiele hacken und ebenfalls noch ein paar Minuten unter Rühren mit andünsten.

Dann die Gemüsebrühe, die Tomaten mit Saft, Salz, die Parmesanrinde und das Wurstende hinzufügen. Mit einer Prise Salz abschmecken und gründlich durchrühren.

Die Hitze soweit reduzieren bis die Suppe nur noch leicht brodelt. Die nächsten 2 Stunden sollte sie stetig und sanft sieden.

Dann die abgetropften Cannelini-Bohnen zugeben und wieder gründlich durchrühren. Noch 30 Minuten weitergaren.

An dieser Stelle kann unterbrochen werden, die Hitze abgestellt und die Minestrone später oder am nächsten Tag weitergekocht werden. Die Minestrone sollte eine ziemlich dicke Konsistenz bekommen. (Die Minestrone schmeckt noch besser, wenn man sie erst am nächsten Tag serviert).

Kurz vor dem Servieren die Basilikumblättchen hinzugeben und noch kurz mitköcheln lassen, bis sie zusammenfallen.
Abschmecken und ggf. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Auf dem Teller mit einem Klacks Créme fraîche servieren und mit frischen Zitronenbasilikumblättchen bestreuen.

In einem fest verschlossenen Gefäß hält sie sich im Kühlschrenk bis zu einer Woche. Oder am besten in Portionen Einfrieren und dann bei Bedarf wieder aufkochen.






















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