Mittwoch, 25. September 2013

SCHWARZE KAROTTEN, WEISSER FISCH und SILVANER von Dorst & Consorten

 


"Schon in der Steinzeit aßen die Menschen diese Urkarotte" - so heißt es. Stimmt jedoch nicht ganz, korrekterweise müsste es heißen: "Schon in der JUNG..steinzeit aßen die Menschen Karotten, die schwarz, weiß und orange, klein, zäh und manchmal auch größer und saftiger, waren..." oder so ähnlich. Aber das wäre zu kompliziert. In der Steinzeit, da gab es noch keine Karotten, zumindest nicht die, die wir heute kennen. Die Menschen waren Jäger und Sammler und auf ihrer Wanderschaft über die eiszeitlichen Steppen Mitteleuropas, da sammelten sie eine Pflanze mit fleischigen Wurzeln. Eine wilde Pflanze. Die wirkliche Urkarotte, auch WILDE MÖHRE genannt.


Später in der sogenannten Jungsteinzeit, dem Neolithikum, als die Menschen sesshaft wurden und mit Ackerbau begannen, da entstand erst die heutige Form der Möhre. Aus den zähen kleinen weißen Wurzeln der Wilden Möhre züchteten die ersten Ackerbauern saftige, fleischige und bunte Wurzeln. Orange setzte sich als Farbe irgendwann mal durch, warum auch immer und so kennen wir unsere heutigen Möhren eben normalerweise in dieser Farbe.

Schwarze Karotten oder Möhren dagegen sind etwas ungewöhnliches, urtümliches. Schwarz sind sie wegen ihres hohen Beta-Karotin und Anthocyangehalt, das sind die Farbstoffe - auch als Vitamine und Antioxidantien bekannt. Sie schmecken erdig und süß. Sie sind gesund und ja echt lecker! Hier in der Pfalz werden sie auch "Lila Karotte aus der Pfalz" genannt.
Und bei meinem Gemüsehändler erstand ich einen Bund dieser Karotten. Was mach ich mit denen nun...? Schwarze Karotten, Weißer Fisch und Gelbe Kartoffeln kam mir in den Sinn. Dazu in Sirup eingelegten Ingwer und als Gewürz für den Fisch: Echter Roter Pfeffer von Ingo Holland.

Weißer Fisch, Schwarze Karotten und Ingwer

Zunächst die Kartoffeln (Sorte: Berner) schälen und in Salzwasser garen. Die Möhren schälen und in große Würfel schneiden, im Kupfertopf mit Roh-Rohrzucker, Ingwer und viel Butter glasieren. Den Fisch (hier WWF-Kabeljau) in Stücke schneiden und in einer Pfanne in Zitronensaft und Butter etwa 10 Min dünsten, so daß er weiß bleibt. Mit dem Rotem Pfeffer und Chiliflocken würzen. Alles zusammen auf einem Teller anrichten. Fertig.



 2011 Silvaner, Dorst & Consorten
Foto: Kaya Ute Mangold


Dorst & Steiner & Fleischmann: Silvaner 2011

Ein klarer Wein mit einer schönen Struktur. Mit seiner leichten Birnenaromatik und zarten 'bitterness' eignet er sich gut zu den glasierten Möhren. Ein wahrer Essens Begleiter, der nicht dominiert, sondern harmoniert. Erdig & Süß. Himmel und Erde.

Der Wein kann direkt bei Stefan Dorst bestellt werden. Bezugsquelle Dorst & Consorten, Am Kleinen Platz, 76829 Landau.





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INFOS
zu den Möhren:
zum Fisch:
und zum Wein:



1 Kommentar:

  1. schwarze Karotten habe ich erst mal gehoert


    restaurant bremen
    http://restaau.de/Search/City/restaurant-bremen.html

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